vor 20 Jahren getroffene Vorhersage über die zu erwartende Entwicklung des staatlich vereinigten Deutschlands […] bewahrheitet hat


100. Geburtstag Erich Honecker

 

[via scharf-links.de]

 

 

http://scharf-links.de/48.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=27654&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=1f850640f3


von Hans Fricke
 
zum 100. Geburtstag Erich Honeckers veröffentlicht “junge Welt” in ihrer heutigen Ausgabe als erste Tageszeitung dessen Politische Erklärung [1] vor dem Berliner Landgericht am 3. Dezember 1992.
 
Man mag zum Inhalt seiner Erklärung stehen wie man will, aber dass er die 40jährige Geschichte beider deutschen Staaten und  den Rachefeldzug des deutschen Imperialismus gegen die unterlegene DDR und viele ihrer Bürger nach 1989 als moderne Hexenjagd treffend beschrieben hat, wird niemand, der politisch ernst genommen werden will, bestreiten.
 
Dass sich die von ihm bereits vor 20 Jahren getroffene Vorhersage über die zu erwartende Entwicklung des staatlich vereinigten Deutschlands und ihrer negativen Folgen für die einfachen Menschen, insbesondere für die früheren DDR-Bürger, und über die Perspektivlosigkeit des imperialistischen Systems bewahrheitet hat und gegenwärtig offensichtlich auf eine gesellschaftliche und soziale Katastrophe zusteuert, kann ebenso wenig geleugnet werden.
 
In meinem aus Anlass des 20. Jahrestages der “Einheit” erschienenen Buch “Eine feine Gesellschaft” Jubiläumsjahre und ihre Tücken – 1949 bis 2010 – ISBN 978-3-89819-341-2, heißt es dazu:
 
“Die in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 2009 und 2010 zu begehenden Jubiläen und Gedenktage sind mit Ausnahme des 60. Jahrestages der Verkündigung des Grundgesetzes alle der ‘Wiedervereinigung’ und damit zusammenhängenden Ereignissen gewidmet. Verständlich, dass sie bei den Bundesbürgern unterschiedliche Emotionen und Reaktionen hervorrufen.
 
Aufgrund jüngster Umfrage-Ergebnissen kann davon ausgegangen werden, dass die Art und Weise der Herstellung deutscher ‘Einheit’ und die mit ihr sichtbar gewordene total missglückte Politik wohl kaum einem Deutschen in Ost und West Anlass geben, zu feiern oder in Jubel auszubrechen.
 
Je besser die früheren DDR-Bürger die ‘freiheitlich-demokratische Grundordnung’ der BRD kennen lernen, je mehr sie erfahren, was es mit dem vielgepriesenen ‘Rechtsstaat’ und den nicht minder gepriesenen ‘Einigungsvertrag’ in Wahrheit auf sich hat, je offensichtlicher es wird, was die Mächtigen und Einflussreichen unter ‘Freiheit der (ihrer) Persönlichkeit’ verstehen und je gründlicher sie die ‘Vorzüge’ der kapitalistischen Marktwirtschaft sowie die ‘Fürsorge’ des Staates gegenüber den sozial Schwachen, Arbeitslosen und Kranken am eigenen Leibe erleben, umso größer wird die Anzahl derjenigen, die die Tragweite dessen, was in den vergangenen 20 Jahren mit ihnen geschehen ist, und was mit der Lobpreisung der Jubiläums-Anlässe erreicht werden soll, begreifen.”

[1] Aufrecht vor den Siegern
Zum 100. Geburtstag Erich Honeckers: Politische Erklärung des ehemaligen DDR-Staats- und Parteichefs vor dem Berliner Landgericht am 3. Dezember 1992
http://www.jungewelt.de/2012/08-25/008.php

 

VON: HANS FRICKE



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